Tag 20 – Nouakchott bis Senegal, Zebra Bar

Um 03:30 Uhr klingelt heute der Wecker für uns, eine Stunde bevor der Muezzin sein morgendliches Gebet beginnt. Um 05:00 Uhr ist heute unsere Abfahrt in den Senegal geplant. Da zeitgleich das Africa Eco Race stattfindet, ist es wichtig, vor ihnen an der Senegalesischen Grenze zu sein.

„Das Africa Eco Race ist ein seit 2009 jährlich stattfindendes internationales lizenzfreies „Rallye Raid“-Rennen. Überwiegend findet die Rallye in Nordafrika statt, sie startet in verschiedenen europäischen Städten und endet immer im senegalesischen Dakar. Veranstalter ist 2016/2017 Jean-Louis Schlesser und Sportdirektor René Metge.[1]Der ursprüngliche Veranstalter Hubert Auriol und auch die späteren Veranstalter sehen das Africa Eco Race als Nachfolger der 2009 nach Südamerika verlegten Rallye Dakar. Die Rallye führt über etwa 6500 km von Europa nach Marokko über Mauretanien nach Senegal. Die aktuelle Austragung findet vom 31. Dezember 2015 bis zum 14. Januar 2017 statt.“ (QUELLE: Wikipedia)

Wir werden ja mit dem Bus ausreisen, da unsere Fahrzeuge gestern alle erfolgreich verkauft wurden. Der Gesamterlös aller 30 Fahrzeuge betrug 25.945 €.

Wie geplant drehen sich in stockdunkler Nacht 30 Zündschlüssel in den Zündschlössern der 30 Fahrzeuge und danach ertönt zum letzten Mal das beruhigende Geräusch leise nagelnder Dieselmotoren. In eng aufgeschlosser Kolonne und eingeschalteter Warnblinkanlage verlassen die ‚Nomaden des Atlas‘ den von einer hohen Mauer umgebenen Hof des Hotels Residenz Sahari.

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Die letzten Sachen…
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Start zur letzten Etappe…
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On the road again…

Die rund 300 km vor uns liegende Strecke wurde von Florian als die so ziemlich schlimmste Route Richtung Senegal beschrieben. Er appellierte auch an die Beifahrer ständig mit auf die Straße zu achten und den Fahrer aktiv zu unterstützen. Vor der unbefestigten Fahrbahn, unbeleuchtetem Fahrzeugen, egal ob stehend am Fahrbahnrand oder als Gegenverkehr entgegenkommend, Fußgängern, Hunden, Ziegen, Eseln und Kamelen – es ist mit allem zu rechnen. Insbesondere vor Schlaglöchern, die einen ganzen Benz in sich aufnehmen können, sollen wir auf der Hut sein. Nachdem ich heute die ersten 150 km des Tages gefahren bin, muss ich festellen, Florian hat mit keinem seiner Worte übertrieben. Die drei Reifenschäden an drei anderen Fahrzeugen bestätigen da nur die Herausforderung des heutigen Tages. Doch die Aussicht auf gut gekühlte Gerstenkaltschale tröstet alle über diese Strapazen hinweg.

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Florian zählt seine Schäfchen…
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Schulkinder…
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Schlaglöcher…
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Und noch eins von vielen…
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Die Landschaft ändert sich…
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Dust + Diesel…

10:00 Uhr, die letzten Meter einer staubigen, buckligen Piste liegen hinter uns. Die Fahrt war sehr rasant und einige Überhol- und Bremsmanöver waren eines Stunts würdig. Alle drehten richtig frei und hatten richtig Spaß. Jetzt stehen wir im Grenzabfertigungsbereich und Florian ist mit allen Pässen sowie dem Mutterfiche im Grenzabfertigungsgebäude verschwunden. Anweisungsgemäß bleiben wir alle im Auto sitzen und warten auf die Grenzbeamten.

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Kurz vor der Grenze  Richtung Senegal…

11:30 Uhr, die Grenzabfertigung ist für uns erledigt. Florian regelt noch die Entzollung der Fahrzeuge. In einem letzten Akt bekommen dann die KFZ-Halter ihre Kennzeichen zurück. Das Gepäck wartet auf einen großen Haufen gestapelt auf das Wüstentaxi. Bis dahin warten wir alle in der Mittagssonne an einem kleinen Café. Florians Plan ist also aufgegangen mit einer zeitigen Abfahrt der Africa Eco Race zuvor zu kommen.

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Und Tschüss…
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Im Senegal…
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Ein letztes Foto…
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Ein allerletztes Foto…
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Das muss alles aufs Wüstentaxi…

13:29 Uhr, unser Bus rollt mitsamt dem Gepäck auf dem Dach. Wir sitzen in 5er Reihe nebeneinander und die Stimmung ist prima. Das schlagende Rad, über dem ich sitze und die verrosteten Treppenstufen, durch die man den staubigen senegalesischen Boden beim Einsteigen nochmals sehen kann, werden getrost ignoriert denn in Afrika ist das alles völlig normal. Rechts hinter mir sitzt Ole und ein afrikanischer Junge. Ich mache ein Bild von beiden, denn mit einigen anderen Teilnehmern haben sie das ganze schwere Gepäck auf das Busdach gehievt und sicher verzurrt. Als Belohnung bekommt der kleine Senegalese Oles Arbeitshandschuhe.

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Alles muss aufs Dach…
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Drangvolle Enge…
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Daumen hoch…

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Im Hintergrund das Stadion…
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Blick aus dem  hinteren Busfenster…
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Noch 17 km bis zur Zebra Bar…
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Noch 2,5 km….

15:00 Uhr, wir sind in der Zebra Bar angekommen.

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Im Ziel…
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Ausblick vom Bett…

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